Lohnt sich Google Ads für dein Unternehmen?
Ob sich Google Ads für dein Unternehmen lohnt, kannst du zu einem guten Teil abschätzen, bevor du den ersten Euro ausgibst. Dafür brauchst du Antworten auf vier Fragen: ob genug Menschen in deiner Region nach deiner Leistung suchen, was dir ein neuer Kunde wert ist, ob du messen kannst, welche Anzeige eine Anfrage bringt, und was Besucher auf deiner Website finden.
Inhalt
Mit Cost-per-Click-Geboten zahlst du für jeden Klick auf deine Anzeige (Google-Ads-Hilfe). Ob aus dem Klick ein Kunde wird, entscheidet sich danach, auf deiner Website und in deinem Unternehmen. Deshalb hängt die Antwort auf die Frage, ob sich Google Ads lohnt, nur zum Teil an Google.
Wenn du zuerst wissen willst, ob du deine Werbung selbst betreuen oder eine Agentur beauftragen solltest, lies Google Ads selbst machen oder Agentur beauftragen. Hier geht es um die Frage davor: ob sich Werbung bei Google für dein Angebot überhaupt rechnet.
Suchen in deiner Region genug Menschen nach deiner Leistung?
Suchanzeigen erscheinen, wenn jemand bei Google nach etwas sucht, das zu deinen Keywords passt (Google-Ads-Hilfe). Sucht niemand nach deiner Leistung, hat deine Anzeige keine Gelegenheit, gesehen zu werden.
Wie oft gesucht wird, zeigt dir der Keyword-Planer von Google. Er schätzt, wie viele Suchanfragen es im Monat für ein Keyword gibt und was die Auslieferung deiner Anzeige dafür durchschnittlich kostet (Google-Ads-Hilfe). Das Suchvolumen richtet sich nach dem Standort, den du auswählst, und ist standardmäßig ein Durchschnitt über zwölf Monate (Google-Ads-Hilfe). Wenn du nur in München arbeitest, wählst du also München aus und nicht ganz Deutschland.
Um den Keyword-Planer zu nutzen, brauchst du ein Google-Ads-Konto mit abgeschlossener Einrichtung, inklusive Zahlungsinformationen (Google-Ads-Hilfe).
Drei Dinge solltest du beim Lesen der Zahlen im Blick behalten.
Sehr seltene Suchbegriffe fehlen
Keywords mit sehr geringem Suchvolumen zeigt der Keyword-Planer nicht an (Google-Ads-Hilfe). Findest du für deine Leistung kaum Vorschläge, ist das bereits ein Hinweis auf eine kleine Nachfrage.
Ein kleines Gebiet bringt wenige Einblendungen
Du kannst deine Anzeigen auf Länder, Regionen oder einen Umkreis um deinen Standort ausrichten. Wählst du einen sehr kleinen Umkreis oder eine sehr kleine Region, werden deine Anzeigen unter Umständen nur gelegentlich oder gar nicht ausgeliefert (Google-Ads-Hilfe).
Die Zahlen sind Schätzungen
Wie deine Kampagne tatsächlich läuft, hängt laut Google unter anderem von deinem Gebot, deinem Budget, der Qualität deiner Anzeigen, der geografischen Ausrichtung und dem Verhalten der Kunden in deiner Branche ab (Google-Ads-Hilfe).
Der Keyword-Planer zeigt dir außerdem, wie stark der Wettbewerb um ein Keyword ist, gemessen an der Zahl der Werbetreibenden, die darauf bieten, und was Werbetreibende in der Vergangenheit für Gebote auf obere Positionen bezahlt haben (Google-Ads-Hilfe). Daran siehst du, wie viele andere um dieselben Suchanfragen bieten und in welchem Bereich ihre Gebote liegen.
Was ist dir ein neuer Kunde wert?
Ob ein Klickpreis hoch oder niedrig ist, lässt sich erst beantworten, wenn du weißt, was dir ein neuer Kunde einbringt.
Rechne dafür mit dem, was dir an einem Auftrag nach deinen eigenen Kosten bleibt. Bei einem Kunden, der mehrmals kauft oder dich über Jahre beauftragt, zählt der gesamte Auftrag.
Danach fragst du: Wie viele Anfragen brauchst du im Schnitt für einen neuen Kunden? Daraus ergibt sich, was eine Anfrage höchstens kosten darf.
Ein Beispiel: Bleiben dir an einem neuen Kunden 600 Euro und wird jede vierte Anfrage zum Kunden, darf dich eine Anfrage höchstens 150 Euro kosten, bevor du mit der Werbung Geld verlierst.
Mit dieser Zahl kannst du in Google Ads arbeiten. Bei der Gebotsstrategie „Ziel-CPA“ legst du fest, was dich eine Conversion, also etwa eine Anfrage, im Durchschnitt kosten soll (Google-Ads-Hilfe). Gibst du deinen Conversions einen Wert, siehst du in der Spalte „Conversion-Wert/Kosten“, was dir deine Kampagnen im Verhältnis zu ihren Kosten einbringen (Google-Ads-Hilfe).
Wie du die Kosten pro Anfrage mit und ohne Agentur vergleichst, steht im Ratgeber Was kostet dich Google Ads wirklich?.
Kannst du messen, welche Anzeige eine Anfrage bringt?
Die Rechnung oben funktioniert nur, wenn du weißt, wie viele Anfragen tatsächlich über deine Anzeigen kommen. Dafür gibt es in Google Ads die Conversion-Analyse: Du legst fest, was für dich wertvoll ist, zum Beispiel einen Kauf, eine Anmeldung oder einen Anruf, und siehst danach, welche Keywords, Anzeigen und Kampagnen dazu führen (Google-Ads-Hilfe).
Bevor du startest, solltest du klären, wie Kunden bei dir anfragen.
Über ein Formular oder eine Buchung auf deiner Website
Aktionen auf deiner Website, etwa ein abgeschicktes Formular oder ein Klick auf eine Schaltfläche, erfasst Google Ads als Web-Conversions (Google-Ads-Hilfe).
Per Telefon
Anrufe über deine Anzeigen kann Google Ads als Conversion zählen, zum Beispiel ab einer Mindestdauer, die du selbst festlegst. So filterst du kurze Anrufe heraus, aus denen vermutlich kein Auftrag wird (Google-Ads-Hilfe).
Der Auftrag entsteht später
Unterschreibt ein Kunde erst nach einem Gespräch oder Termin, kannst du diesen Abschluss als Offline-Conversion in Google Ads importieren. Dann siehst du, welche Anzeigen und Keywords zu Aufträgen geführt haben (Google-Ads-Hilfe).
Ohne diese Messung kannst du die Rechnung aus dem letzten Abschnitt nicht mit echten Zahlen füllen.
Was finden Besucher auf deiner Website?
Nach dem Klick landet ein Besucher auf deiner Website. Google bewertet diese Seite mit: Die Nutzererfahrung mit der Landingpage zeigt, wie relevant und hilfreich deine Seite für Menschen ist, die auf deine Anzeige klicken. Sie ist Teil des Qualitätsfaktors (Google-Ads-Hilfe).
Die Qualität von Anzeige und Landingpage fließt auch in den Anzeigenrang ein. Laut Google kannst du mit hochwertigen Anzeigen und Landingpages eine höhere Position zu einem niedrigeren Preis erreichen, selbst wenn Mitbewerber höhere Gebote abgeben (Google-Ads-Hilfe).
Für die Landingpage nennt Google unter anderem diese Punkte (Google-Ads-Hilfe):
- Besucher finden genau das, wonach sie gesucht haben.
- Die Seite greift das Angebot oder den Call-to-Action der Anzeige auf.
- Die Seite ist für Mobilgeräte optimiert.
- Die Seite lädt schnell.
Außerdem verlangen die Werberichtlinien, dass die Zielseite einer Anzeige funktioniert, nützlich ist und sich leicht bedienen lässt (Destination requirements).
Prüfe deine Website deshalb mit den Augen eines Besuchers, der gerade nach deiner Leistung gesucht hat: Findet er sie auf der Seite, auf der er landet? Sieht er, wie er dich erreicht? Funktioniert das auch auf dem Smartphone?
Die vier Fragen für dein Unternehmen beantworten
Sucht in deiner Region kaum jemand nach deiner Leistung, oder kostet eine Anfrage mehr, als dir ein Kunde einbringt, rechnet sich Google Ads für dich wahrscheinlich nicht. Sind Nachfrage und Kundenwert da, entscheiden Messung und Website darüber, wie viel von deinem Budget zu Anfragen wird.
Bei der ersten Frage helfen wir dir in unserer kostenlosen Potenzialanalyse. In 30 Minuten schauen wir gemeinsam auf deinen Markt:
- Wie viele Menschen in deiner Region nach deinem Angebot suchen.
- Wie stark deine Konkurrenz bei Google vertreten ist.
- Welches Ergebnis du bei welchem Budget erwarten kannst.
Rechnet sich Google Ads für dein Angebot nicht, sagen wir dir das.
Kostenlose PotenzialanalyseDie Angaben zu Google Ads stammen aus der Google-Ads-Hilfe und den Werberichtlinien, abgerufen am 13. Oktober 2026. Die Werberichtlinien verlinken wir auf Englisch, denn nur diese Fassung wendet Google an.